Gesichter einer neuen Ära

3. November 2026 - 4. Juli 2027

Die Ausstellung präsentiert Funde aus den jungsteinzeitlichen Siedlungen Cerje-Govrlevo und Slatina-Zelenikovo in der Region Skopje in Nordmazedonien, die zwischen etwa 6000 und 5500 v. Chr. bestanden. Beide Fundplätze gehören zu den frühesten Bauerngemeinschaften auf dem Balkan und stehen am Beginn einer Epoche, in der Ackerbau, Viehzucht und dauerhaftes Siedeln das Leben der Menschen grundlegend veränderten.

Erste Bauern in Nordmazedonien vor 8000 Jahren

1. November 2026 – 4. Juli 2027

Der Übergang menschlicher Gemeinschaften zur nahrungsproduzierenden Lebensweise stellt innerhalb der Geschichte der Menschheit einen tiefgreifenden und irreversiblen Prozess dar. Gekennzeichnet durch die Domestikation von Wildtieren und Wildpflanzen führte er zu Sesshaftigkeit, deutlichem Bevölkerungswachstum und der Umwandlung der Naturlandschaft in eine Kulturlandschaft. Die für die Ausbreitung bäuerlicher Lebensweise in Mitteleuropa (einschließlich des heutigen Hessen) maßgebliche Ursprungsregion liegt im sog. Fruchtbaren Halbmond zwischen heutigem Iran und Israel in Vorderasien. Von hier aus gelangen bäuerliche Kolonisten über Anatolien und die Ägäis zunächst auf den Balkan und später bis ins zentrale Mitteleuropa, wo in der Rhein-Main-Region vor fast 7500 Jahren die ersten bäuerlichen Siedlungen entstanden.

Die Ausstellung präsentiert herausragende Funde aus den jungsteinzeitlichen Siedlungen Govrlevo und Zelenikovo bei Skopje. Außer dem faszinierenden Hausmodell „der großen Mutter“ werden ausdruckstarke menschen- und tiergestaltige Statuetten sowie Gegenstände des alltäglichen Lebens präsentiert.