Heiliger Mormont

Nov. 30, 2026 - April 18, 2027

Am 1. Dezember 2026 eröffnet das Archäologische Museum Frankfurt die Ausstellung „Heiliger Mormont". Bis zum 4. April 2027 widmet sich die Schau einem der außergewöhnlichsten archäologischen Fundplätze Europas: dem keltischen Heiligtum vom Mormont in der Schweiz, datiert um 100 v. Chr.

Rätselhafte Fundstätte der Kelten

Vor 20 Jahren entdeckten Schweizer Archäologen auf dem Mormont, einem markanten Kalksteinhügel an der Wasserscheide von Rhein und Rhône in der Westschweiz, eine in ihrer Art europaweit bislang einzigartige Fundstätte aus der Zeit der Kelten bzw. Gallier.

Seit dem Jahr 2006 kamen bei großflächigen Ausgrabungen hunderte Gruben mit außergewöhnlichen Deponierungen zutage. Keramikgefäße, Werkzeuge, Geräte sowie Skelettteile von Menschen wurden in der Zeit zwischen etwa 110 und 80 vor Christus dort niedergelegt, zerstört oder in besonderer Weise arrangiert.

Die Sonderausstellung entstand im Rahmen des Museumsnetzwerks „Iron Age Europe“ in Kooperation mit dem Kantonalen Museum für Archäologie und Geschichte in Lausanne und dem Bibracte Museum in Saint-Léger-sous-Beuvray. Die Ergebnisse von mehr als 10 Jahren Ausgrabungen und fast 20 Jahren multidisziplinärer Analysen werden erstmals der Öffentlichkeit außerhalb des französischen Sprachraums präsentiert. Was geschah zwischen 110 und 80 v. Chr. auf dem weißen Fels des Mormont? Handelte es sich um einen heiligen Ort, einen Versammlungsplatz oder etwas völlig anderes? Wer waren die Menschen, die hier ihre Spuren hinterließen?